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Das Untergeschoss des Turmes weist große Steinquader auf, die eine Ähnlichkeit mit der unteren Zone des Turmes der St. Laurenz Basilika haben.
Es ist daher nicht auszuschließen, dass es sich hier um Steine aus dem zerstörten Lauriacum handelt.
Der Turm zeigt an der Süd- und Nordseite im Putz erhaben gebildete Kreuze, die in der Forschung als Johanniterkreuze gedeutet werden.
Die Wallseer, die 1309 die Burghut, Gericht und Maut zu Enns als Pfand vom Landesfürsten erhielten, errichteten zwischen 1326 und 1338 in Enns ein Pilgerhospiz. Es bestand aus dem Hospiz und der Kapelle im Frauenturm. Enns lag damals am europäischen Jakobspilgerweg, der von Danzig über Prag und Freistadt kommend ab Enns in westlicher Richtung weiterführte durch die Schweiz, Frankreich und den Norden Spaniens nach Santiago de Compostela.
Die Kapelle erreicht man über eine für die Anlage eines Johanniterhospizes typische Stiegenanlage an der Außenseite des Turmes. (Besichtigung ist nur im Rahmen einer Stadtführung möglich.) Der Innenraum besticht durch die Wandmalereien in Mischtechnik, die der Malerschule St. Florian zugeschrieben und zwischen 1320 und 1360 datiert werden. Das gotische Gewölbe hat einen blauen, gesternten Himmel, verschiedenfarbig ornamentierte Kreuzrippen mit einem Schlussstein. Die Südwand: Links vom Fenster hl. Laurentius, Patron der Armen und Notleidenden. Erste Figur rechts vom Fenster: Hl. Dorothea, Patronin der Gärtner, der Neuvermählten und Wöchnerinnen. Sie trägt als Attribut einen Korb mit Äpfel und Rosen. Zweite Figur: Hl. Martha von Bethanien, Patronin der Hausfrauen, Köchinnen und Dienstmägde. Ihr Attribut ist der Drache Tarascus, den sie, der Legende zufolge, im Rhonetal mit Kreuz und Weihwasser besiegte und an ihrem Gürtel nach Arles geführt haben soll.
Die Ostwand: Acht Szenen der Passion und der Auferstehung Jesu in drei Reihen übereinander angeordnet. Das chronologisch letzte Ereignis (Auferstehung) der Zyklus wird aber an die Spitze gestellt. Symbolische Bedeutung: Sieg über Leid und Tod durch den Erlöser. Die einzelnen Bilder zeigen folgende Szenen: Auferstehung, das Gebet am Ölberg, Verrat des Judas, Christus vor Pilatus, Geißelung Christi, Kreuztragung, Kreuzigung und Kreuzabnahme.
Die Nordwand: Christus als Gekreuzigter am Lebensbaum. Die Äste bilden zahlreiche Medaillons, in welchen sich kleine Brustbilder befinden, wahrscheinlich Propheten und Vorfahren Christi.
Die Westwand: Zahlreiche, schlecht erhaltene Medaillons mit Brustbildern unbekannter Personen (Heiligendarstellungen?).
Besichtigung im Zuge einer Stadtführung!!
Anmeldung: Tourismus & Stadtmarketing Enns
07223/82777, info.enns@oberoesterreich.at, www.enns.at
Das Restaurant Lauriacum verfügt über ein Restaurant (110 Sitzplätze), ein Stüberl (62 Sitzplätze), ein Cafe (48 Sitzplätze), die Tagungs-
räume Steyr und Enns (110 Sitzplätze), die Ennserl-Bar (38 Sitzplätze)
sowie über einen Garten und Schanigarten (18 Sitzplätze).
Im Restaurant Lauriacum sind ebenfalls Busse herzlich willkommen. An den Wochenenden werden spezielle Wochenendtarife angeboten.
Spezialitäten: gesumpfter Wildlachs aus Alaska mit Knoblauchschwarz-
brot, ausgelöster Kaninchenrücken auf Koreandersauce mit hausgemachten Gemüsenudeln, Kalbsrahmbeuscherl mit angerösteten Serviettenknödel
Siehe auch Austria Classic Hotel Lauriacum!
Anfahrt
auf der Autobahn A1 Abfahrt Enns Ost abfahren – weiter Richtung Enns – im Kreisverkehr die 1. Ausfahrt nehmen und bei der Ampel links abbiegen. Der Beschilderung ins Zentrum zum Hauptplatz folgen.
Öffentliche Verkehrsmittel
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Der schnelle Weg ans Ziel – mit Bahn, Bus, Auto, Schiff oder Flugzeug.
Anreise mit dem Zug zum Bahnhof Enns und dann weiter mit dem Bus zum Ennser Hauptplatz
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