Ausgehend vom Start bei der „Neuen Mittelschule Mauthausen“ in der Czerwenka-Straße in Ufer, führt der Weg Richtung Norden zur "Grünbaumkapelle" und weiter zur "Kalvarienbergkapelle".
Anschließend weiter durch den Park zum Brunngraben, Richtung Osten zur Kirchenbergstraße. Nach ca. 100 Meter, rechts abbiegen zum Höhenweg. Weiter geht es über den Eschenweg über einen Steig zum Heinrichsbründl.
Die Sage erzählt von einem Fisch der die Wäscherin bat ihn heraus zu ziehen. Da dies nicht geschah blieb der Fisch verwunschen, das Bründl versiegte.
Auf der Hinterbergstraße geht es Richtung Bahnhof zur Vormarktstrasse. Vorbei an der Heinrichskirche, die etwa um 1000 n.Chr. ein Kloster war und jetzt Aufbewahrungskirche der Gemeinde wurde, kommen wir über das Schiffmeisterhaus zum Heindlkai mit barocken Häusern. Beim ehemaligen Wasserschloss Pragstein, das 1492 auf einem Felsen in der Donau errichtet wurde, erreichen wir die Promenade. Weiter geht es über den Steinweg zurück zum Start bei der „Neuen Mittelschule Mauthausen“.
Tipp des Autors:Mauthausen-Marktplatz-Pfarrkirche St. Nikolaus-Friedhof-Heinrichskirche-Mauthausen.
INTERESSANTE PUNKTE AM WEG:
Apothekenmuseum, Schloss Pragstein Mai - Okt., Samstag und Sonntag, 14-17 Uhr. Führungen n. Voranmeldung, Tel.: +43 681/10851815 Mag. Voigt
Heimatmuseum Schloss Pragstein Mai - Okt., Samstag und Sonntag, 14-17 Uhr. Führungen n. Voranmeldung, Tel.: +43 664/9608618 Hr. Wintersberger
Geführter Stadtrundgang nur nach Voranmeldung, Tel.: +43 664 2207721 – Karl-Heinz Sigl.
Lassen Sie sich mit der bodenständigen Küche in der NUR frische Produckte verwendet werden verwöhnen. Vom Rindswangerl bis zum 6-gängigen Menü hat der Weindlhof alles zu bieten.
15 Betten, 9 Zimmer (6 DZ + 3 EZ)- Preis DZ ab € 100,00, EZ ab € 60,00 inkl. Frühstück.
Gratis-W-Lan
In der Konditorei Cafe am Kai können Sie sich im wunderschönen Gastgarten am Heindlkai mit Eis- und Mehlspeisspezialitäten verwöhnen lassen.
Das bietet unser "Erlebnisfreibad":
Im Gasthaus "Zur goldenen Traube", situiert am wunderschönen Heindlkai haben Sie die Möglichkeit neben gutbürgerlicher Hausmannskost auch Kebap, Pizza und Bosna zu genießen.
Der Chor (= der meist im Osten gelegene Altar-Raum) wurde nach 1400 erbaut. 1494 Errichtung eines kleinen Karmeliter-Klosters. 1897 wurde das baufällige Langhaus abgerissen und die heutige West-Fassade neu gestaltet. Durch die Anhebung des Donau-Ufers liegt die Kirche heute unter dem Straßen-Niveau.
Neben der Kirche befand sich ein Friedhof, auf dem die Ertrunkenen, Angeschwemmten und Armen beerdigt wurden. Es passierte oft, dass Seeleute in der Donau ertranken. Lange Zeit mussten Flößer Nichtschwimmer sein, um so bei Gefahr ihre Waren nicht im Stich zu lassen. Auf diesem ehemaligen Friedhof stand 1905-1936 der Pranger, der heute wieder am Marktplatz steht.
1694 fand ein Fischer eine angeschwemmte Marien-Statue in der Enns-Mündung. Um diese "Maria Trost" entwickelte sich eine Wallfahrtsstätte u.a. Prozessionen von Passau. Die Heinrichs-Kirche zählte durch die Einnahmen aus den Spenden der Wallfahrer zu den reichsten Kirchen im Machland. Die Marien-Statue kam 1892 in die Pfarrkirche St. Nikola. An der dortigen Nord-Wand steht heute die bei der Verlagerung stark überarbeitete Statue.
In 16. Jh. war die Heinrichskirche die Kirche der Protestanten von Mauthausen. 1732 wohnte Kaiser KARL VI. (1685/1711-40), Vater von Maria Theresia (1717/1740-1780), einer Messe in der Heinrichskirche bei. 1786 wurde die Kirche unter Kaiser JOSEF II (1741/1764-1790) gesperrt, nach den Protesten der Mauthausener jedoch bereits 1787 wieder geöffnet. Der gotische ehemalige Chor der Heinrichskirche, der heute die Kapelle bildet, ist einjochig mit 5/8-Schluss. Das Polygon (Vieleck durch 5/8 Schluss) deckt ein abgewalmtes Satteldach. Die spitzbogige seichte Portalvorhalle schließt ein barockisierendes Gittertor.
In LIBER VITAE (Buch des eweigen Lebens) ist im Jahre 1728 dazu folgendes vermerkt: "ITEM: ist in diesem Jar durch H Josephi Pöhm und seiner Frau Guettherzigkeith der Schöne Calvariberg aufgerichtet worden".
Der barocke Bau mit Grundriss 515 x 564 cm hat ein Tonnengewölbe mit 4 Stichkappen, ein nordseitig abgewalmtes Satteldach mit Ziegeldeckung und Patriarchenkreuz. Durch ein zweiflügeliges Tor mit Korbbogen betritt man einen mit Sitzbänken ausgestatteten Innenraum, der im vorderen Bereich eine barocke Kreuzigungsgruppe zeigt.
Besitzer: Marktgemeinde Mauthausen - seit 1991.
Der Pranger von Mauthausen
Auf dem Marktplatz von Mauthausen herrschte reges Leben. Es war Markttag. Viele Standln waren in langen Reihen aufgestellt. Dort boten Kaufleute und Kleinkrämer ihre Waren an. Vieles gab es zu kaufen: feines Tuch, schönes Leinen, teure Felle und gutes Leder, aber auch allerlei Werkzeug und Lebensmittel, wie Salz, Honig, Getreide und Wein.
Den Kindern gefielen die Leckereien am Besten. Aus allen Teilen des Landes waren Händler gekommen, um hier ein gutes Geschäft zu machen.
Zwischen den Buden drängten sich die Leute. Sie wählten und handelten oft lange, bis sie sich zu einem Kauf entschlossen.
Plötzlich horchte alles auf. Ein lautes Trommelwirbeln tönte über den Platz „Was gibt`s?“ riefen einige. Schon wusste ein Mann zu berichten: „Sie haben einen beim Stehlen erwischt; der muss nun an den Pranger!“
Lisbeth und Georg, die eben noch die schönen ausgelegten Waren bestaunt hatten, rannten auf den oberen Marktplatz zum Pranger. Neben der vier Meter hohen viereckigen Granitsäule, in die allerlei Zeichen eingemeißelt waren, stand der Marktwächter und trommelte das Volk zusammen. Dabei blickte er streng auf den zitternden Mann, der am Pranger angekettet war. Der Dieb hielt sein blasses Gesicht voll Scham zu Boden gesenkt.
Von allen Seiten strömten Neugierige herbei. „Was hat er angestellt?“ flüsterte Lisbeth. Fast hatte sie Mitleid mit ihm. Georg antwortete: „Wahrscheinlich hat er etwas gestohlen und gemeint, im Gedränge würde es niemand bemerken. Aber wir werden es gleich hören, dort kommt schon der Marktschreiber.“
Der Marktschreiber stellte sich vor die Marktwächter. Mit einem Handzeichen gebot er der schaulustigen Menge Ruhe. Dann verkündete er mit lauter Stimme das Urteil, das der Marktrichter über den Dieb verhängt hatte. Der unehrliche Mann musste bis zum Abend am Pranger stehen und so seine Schuld abbüßen.
Nachdem der Schuldspruch verlesen war, schrieen die Umstehenden auf den Verurteilten ein. Sie zeigten mit den Fingern auf ihn und schmähten ihn laut. Der Gefangene musste alles schweigend ertragen. Bis zum Abend wurde er bewacht. Erst nach dem Gebetläuten befreiten die Marktwächter den Dieb von den Ketten. Schleunigst machte er sich aus dem Staub.
Nicht nur Diebe mussten am Pranger stehen. Mauthausen war damals schon ein Markt mit einer Marktordnung, die von allen Einwohnern befolgt werden musste. Jedes Unrecht wurde vom Marktrichter gestraft. Landstreicher, die nicht arbeiten wollten, Händler, die schlechte Ware verkauften oder ein zu kleines Gewicht verwendeten, Leute, die stritten, rauften und sich öffentlich beschimpften und solche, die unmäßig lebten, kamen auch an sie Schandsäule.
In späterer Zeit wurde das Prangerstehen abgeschafft. Die Prangersäulen aber sind in vielen Orten noch erhalten.
Info: Mauthausen Tourismus & Dorf- und Stadtentwicklung
Tel.: +43 (0) 7238 / 2243 oder +43 (0) 676 / 3150151
Granitlandschaft und Donauauen…
Wir befinden uns hier am Rand der Böhmischen Masse, deren Untergrund aus Granit und Gneis besteht. Die Region Mauthausen - Schwertberg - Perg war jahr hundertelang Zentrum des Granitabbaus. Millionen von Granitwürfeln für das Straßenpflaster der Hauptstädte Wien, Preßburg und Budapest wurden hier erzeugt und mit Ruderschiffen donauabwärts gebracht. Steinbrüche sind häufig Lebensräume selten gewordener Vögel. Nun tritt der Donausteig in die Beckenlandschaft des Machlandes ein. Entstanden durch Ablagerungen der Donau und ihrer Zubringer, ist es einer der ältesten Siedlungsräume Europas. Vor den ersten Entwässerungsversuchen in der Mitte des 18. Jahrhunderts war es eine große Feuchtlandschaft. Obwohl im Laufe der Zeit umfassende Veränderungen der Landschaft stattgefunden haben, sind die Donauauen die für den Naturschutz bedeutendsten Flächen des Machlandes.
Rund um Schloss Pragstein gibt es viel zu entdecken - wer weiß, wie viele Schlupfwinkel es dort tatsächlich gibt. "Der Geheimgang", den einst ein junges Mädchen entdeckte, existiert möglicherweise immer noch...
Kirchenberg, früher Salzstraße
Der (untere) Goldene Steig war ab ca. 1000 der bedeutendste Handelsweg von Passau nach Prachatice, der Partnerstadt von Mauthausen seit 1991. Bis Passau wurde vor allem Salz auf Booten den Inn abwärts transportiert, dann auf Pferdekarren weiter nach Prachatice, Winterberg/Vimperk bzw. Finsterau-Buchwald (=oberer Goldener Steig). Bis zu 1.300 Pferden kamen pro Woch ein Prachatice an.
1618 brach der Dreißigjährige Krieg aus. Gleich am Beginn unterstützte Prachatice die protestantischen böhmischen Stände. Eine kaiserliche Strafaktion unterbrach Salzhandel und damit Wohlstand. Nach einer neuerlichen kurzen Blüte führte 1692 Kaiser Leopold I. das Salz-Monopol ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde Salz aus Gmunden über Mauthausen nach Budweis transportiert. Prachatice versank in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit, Budweis blühte auf.
Schöner Gastgarten mit Blick auf die Donau.
Öffentliche Verkehrsmittel
Wie in die Donauregion Oberösterreich anreisen?
Der schnelle Weg ans Ziel – mit Bahn, Bus, Auto, Schiff oder Flugzeug.
Bahnhof Mauthausen ca. 900 Meter östlich, Bushaltestelle im Ortszentrum
Für Informationen beim Kontakt anfragen.
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