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Vom Aufhussen

»Nur net hussen!« sagt man in der Mundart, wenn einer Leute aufhetzt. Wer weiß schon, dass dieser Ausdruck auf den böhmischen Reformator Jan Hus zurückgeht. Er forderte, auch die katholische Kirche müsse sich an die Bibel halten und erkannte die Unfehlbarkeit des Papstes nicht an. Beim Konzil von Konstanz wurde Jan Hus 1415 dafür hingerichtet. 

Das löste nicht nur in Böhmen einen Sturm der Entrüstung aus. Die Hussitenbewegung formierte sich und vertrieb die katholischen Machthaber mit Waffengewalt.

Auf der Jagd nach Beute fielen die Hussiten auch im Mühlviertel ein. Sie plünderten Städte und Dörfer. Schließlich standen sie vor Clam. Zwei Brüder, Julius und Laszlo Prüschenk, wollten von der Burg Waxeneck Entsatztruppen bringen um die Hussiten zu vertreiben. Die zwei waren sich so verbunden, dass keiner ohne den anderen sein wollte. Beim Aufsitzen aufs Ross stürzte Laszlo aber so unglücklich, dass er verletzt zuhause bleiben musste.

Julius führte die Getreuen also allein in den Kampf. Es kam zu einem furchtbaren Gemetzel. Julius fiel. Zuhause wartete Laszlo. Voll schlimmer Ahnungen konnte er nicht schlafen. Die Turmuhr schlug zwölf. Da rumpelte das Schwert zu Boden. Ein schwarzer Schatten huschte durch die Kammer. Jetzt hatte Laszlo Gewissheit: Sein Bruder war gefallen! Voller Gram riss er das Schwert in die Höhe und stieß es sich in die Brust.

Eine weitere Belagerung von Burg Clam ging glimpflicher aus: 1626 eroberten im oberösterreichischen Bauernkrieg Aufständische das Kloster Baumgartenberg. Dort hatte es den Bauern vor allem der Weinkeller angetan. »Dritthalb tausend Eimer Kloster- und Untertanenwein« fielen in ihre Hände und ergossen sich in durstige Seelen. Hans Gottfried von Clam schwante dabei auch für seine Burg nichts Gutes.
Ende Mai war’s, als Aufständische Schloss Clam umzingelten. Es brauchte es viel Überredungskunst um sie zum Abzug zu überreden. Als Zugabe noch für jeden »ein Kandel Bier«, zum Wohle aller!
© Helmut Wittmann

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