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Das Geheimnis der Waldfrauen

Manchmal macht man sich auf den Weg und trifft Menschen, die das eigene Leben verändern. Und einem ganz unerwartet ihre Liebe, Zuwendung und Weisheit schenken. 

Es war einmal ein Mädchen, das so arm war, dass jeder im Dorf es verspottete. Da beschloss sie, ihre Heimat zu verlassen und ihr Glück in der Fremde zu suchen. Müde und hungrig achtete sie nicht auf den Weg und stand plötzlich auf einer Lichtung. Sie hörte ein Geräusch, es knatterte und knackte. Ob es hier mit rechten Dingen zuging? Da sah sie einige Waldfrauen am Rande des Waldes stehen. Eine kam sogar auf sie zu. Konnte sie ihnen vertrauen? Doch das Lächeln der Waldfrau wischte schnell alle Zweifel weg. „Komm mit mir, ich will dir zeigen, wie man aus Flachs einen langen Faden spinnt.“

Die Waldfrau führte das Mädchen an einen geheimen Ort tief im Felsen und weihte sie in ihr Geheimnis ein. Aus dem gewonnenen Flachs drehte sie einen Zopf und schenkte ihn dem Mädchen. „Dieses Haar kannst du nun spinnen und weben und du wirst nie wieder Not leiden.“ Das Mädchen bedankte sich und sagte: „Ich habe das Spinnen aber nie gelernt.“ Da nahm die Waldfrau ein Spinnrad und zeigte dem Mädchen, wie man damit umgeht. „Hab immer Flachs auf deinem Spinnrad“, waren die letzten Worte der Waldfrau. Dann war sie verschwunden.

Das Mädchen wanderte weiter. Jedem, der sie nach ihrem Spinnrad fragte, zeigte sie, was sie konnte. Noch nie hatte jemand so feines Garn gesponnen. Doch der Flachs wurde nie weniger. Da verstand sie die Worte der Waldfrau: Jeden Morgen hatte sie wie von selbst eine volle Haarrupfe auf ihrem Spinnrad. Das war der Beginn der Blütezeit der Leinenweberei in Lembach. Hunderte Leinenweber waren am Werk. Gebleicht wurde die Leinwand dort, wo der Daglesbach in die Kleine Mühl bei Obermühl mündet.
© Helmut Wittmann

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