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Das steinerne Heu

Anmaßend und liederlich waren sie, die beiden hässlichen Schwestern, die auf ihrem gemeinsamen Hof vor fast 400 Jahren in Grafenau lebten. Sie führten ein Leben ohne jede Moral, hatten von vielen Männern Kinder, die sie ohne einen weiteren Gedanken verstießen. Bei all dem bestanden sie auch noch darauf, „Jungfern“ genannt zu werden.

Oft machten sie sich über die gottesfürchtigen Dörfler lustig, wenn sie an Sonn- und Feiertagen an ihrem Gehöft vorbei in die Kirche gingen. Als eines Tages das Fest Maria Geburt gekommen war, verspotteten sie die zur Marienverehrung eilenden Gläubigen ganz besonders. Sie verstanden nicht, wie die Dummköpfe an einem so heißen Tag die Gelegenheit zum Heuen verstreichen lassen konnten.

Doch während der Messe verdunkelte sich der Himmel - und draußen auf dem Feld hatten die lästerlichen Jungfern ihre liebe Not. Als sie das Heu schon fast zusammen hatten, entlud sich ein heftiges Gewitter über ihnen. Sie suchten Zuflucht in ihrem Heuschober. Aber auch das nützte ihnen nichts. Der Sturm erfasste den Schober, wirbelte ihn durch die Luft und schleuderte ihn mitsamt den beiden Frauen zu Boden. Die Wiese, auf der er gelandet war, versank in den Fluten, die mit dem Regen gekommen waren.

Als die Grafenauer heimkehrten, fanden sie an der Stelle, wo früher der Hof der Jungfern gestanden hatte, einen See vor. Die Leichen der beiden Schwestern lagen am Ufer. Mitten im Wasser ragte ein zu Stein gewordener Heuschober auf. Zur Erinnerung an die Strafe, welche die beiden Schwestern ereilt hatte, nannten die Menschen den See Jungfernsee.
© Helmut Wittmann

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