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/ Vom Schneider, seinem Schlössl

Vom Schneider, seinem Schlössl

Grad noch ein vierkantiger Turm ragt von der Ruine Krämpelstein aus der Donauleiten. Als der letzte Besitzer ohne Erben gestorben war verfiel das Schloss mehr und mehr.

Leute erzählten, dass sie bei Nacht aus den verlassenen Räumen seltsame Stimmen gehört hätten.
Deshalb wollte keiner drin wohnen.

Nur ein armer Schneider machte sich nichts aus dem Spuk. Eine weiße Geiß war alles was er hatte. Mit ihr zog er in das verlassene Gemäuer. Hin und wieder holte er sich von den Höfen und aus den Dörfern rundum Arbeit. Kam er mit Gewand und Stoffen beladen zurück, dann meckerte ihm die Ziege freundlich zu. So lebten sie vergnügt und zufrieden auf ihrem herrschaftlichen Sitz.

Einmal verliebte sich der Schneider in eine schöne Fischerstochter. Sie lebte drunten an der Donau. Also gab er sich einen Ruck, überwand er seine Scheu und hielt um ihre Hand an. Die junge Frau aber wollte von dem wunderlichen Kerl nichts wissen. Sie lachte seinen Antrag nur aus. Das traf den Schneider hart. Er zog sich umso mehr zurück und wurde menschenscheu. Die Geiß war sein Ein und Alles.

Einmal aber, als er müde aus dem Tal zurückkam, lag das Tier verendet auf der Streu. In seinem Kummer hob er die tote Geiß auf. Vergraben wollte er sie nicht. Nein, lieber warf er sie von einem hohen Felsen in die Donau.
Fest entschlossen mühte er sich hinauf. Und jetzt hinunter mit der Geiß! Aber da verhakten sich die Hörner in seinem Rock. Das tote Tier riss ihn mit in die Tiefe. Vorbeifahrende Schiffer fanden beide nebeneinander treibend in der Donau.

Die Ruine wird seither »Schneiderschlössl« genannt. In mondhellen Nächten aber soll der Schneider mitunter zu sehen sein: Er sitzt auf einem Felsen und näht. Auch das Meckern der Ziege ist dann zu hören.
© Helmut Wittmann

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